EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing und heißt übersetzt Desensibilisierung und Neuvernetzung durch Augenbewegungen. EMDR ist ein von der amerikanischen Psychologin Dr. Francine Shapiro entwickeltes wissenschaftlich anerkanntes Therapieverfahren, das sich sehr gut eignet, traumatische Erlebnisse zu verarbeiten.

Bei traumatischen Erlebnissen (wie z.B. einem Todesfall, Todesangst, Unfall, Trennung) kann es zu blockierten Nervenverbindungen im Gehirn kommen, wodurch das normale Abspeichern der Situation nicht funktioniert. Im Normalfall sind die verschiedenen Teile der Erinnerungen der beiden Gehirnhälften miteinander verbunden. Das heißt Sprache, Zeit, Ort, Logik, Gefühle, Körperempfindungen und Wahrnehmungen wie Hören, Riechen, Schmecken sind miteinander verbunden und gemeinsam abgespeichert.
Beim Trauma spüren wir nur noch die Angst und das logische Denken ist abgeschaltet. Durch gezielte Augenbewegungen oder auch das Taping (abwechselndes rechts/links Klopfen auf Hände oder Knie) werden die Assoziationsbahnen aktiviert und es kommt zu einer Neuvernetzung im Gehirn.

So nimmt der Klient am Ende der Verarbeitung häufig wahr: es war schlimm, doch jetzt ist es vorbei.

 

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Posted: 16. März 2016

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